Grüne Woche 2015: Mega-Publikumsevent bricht alle Rekorde

Zum Messeschluss kann verküdet werden: über 415.000 Besucher haben die Leitmesse des internationalen Agribusiness im Jahr 2015 besucht. Der Verbraucher zeigt sich auch recht konsumfreudig: 48 Millionen Euro flossen in die Kassen der Aussteller.

80. Jubiläumsausgabe hat die Internationale Grüne Woche Berlin 2015 (IGW)

Mit der 80. Jubiläumsausgabe gelang es der Internationalen Grüne Woche Berlin 2015 (IGW) einen Akzent zu setzen. 1.658 Aussteller aus 68 Ländern (im Jahr 2014 waren es noch 1.650 aus 69 Ländern) stellen die stärkste beteiligung der letzten 44 Jahre dar. Immerhin 70 Landwirtschaftsministern aus allen Kontinenten statteten der Grünen Woche Berlin ihren Besuch ab. Die Internationale Grüne Woche Berlin 2015 vermochte so einen Überblick über den Weltmarkt der Ernährungsindustrie geben und gleichzeitig eine Plattform für eine Leistungsschau der Landwirtschaft und des Gartenbaus bieten. Mit insgesamt 130.000 Quadratmetern Hallenfläche (2014: 124.000 qm) konnte die IGW hier sogar noch zulegen.

In den zehn Messetagen konnte die Grüne Woche Berlin einen Zuwachs der Besucherzahlen von etwa einem Prozent von 410.000 im Jahr 2014 auf nunmehr 415.000 Besucher in 2015 verzeichnen. Die Anzahl der Fachbesucher war wie schon bei der letzten IGW in 2014 mit rund 100.000 Branchenvertretern aus allen Nationen stabil und stellt immerhin etwa ein Viertel der Besucher insgesamt.

Partnerland Lettland

GW 2015, Partnerland Lettland, Rundgang des Lettischen Staatspräsidenten Andris Berzins. (#2)

GW 2015, Partnerland Lettland, Rundgang des Lettischen Staatspräsidenten Andris Berzins. (#2)

Ganz besonders erfolgreich ist das Partnerland Lettland auf der IGW. Insgesamt 113 der 1.658 Aussteller kamen aus Lettland zur IGW. Dies ist insbesondere auch deswegen wichtig, weil Lettland im ersten Halbjahr 2015 die EU-Ratspräsidentschaft innehat.

Bilaterale Gespräche auf der Grünen Woche zwischen Bundeskanzlerin Merkel und dem lettischen Staatspräsidenten Bērziņš unterstreichen die Bedeutung der Internationale Grüne Woche Berlin 2015 (IGW) für das Miteinander der beiden Staaten.

Eröffnungsfeier im CityCube Berlin

IGW 2015, BMEL-Empfang für ausländische Ehrengäste; Christian Schmidt, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft , Bundeskanzlerin Angela Merkel (#1)

IGW 2015, BMEL-Empfang für ausländische Ehrengäste; Christian Schmidt, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft , Bundeskanzlerin Angela Merkel (#1)

Unter den 3.500 Ehrengästen bei der Eröffnungsfeier im CityCube Berlin zählte man auch 1.000 Delegationsgäste aus 111 Ländern.

Die Eröffnungsfeierlichkeiten standen klar im Zeichen des Partnerlandes Lettland, dessen Staatspräsidenten S.E. Andris Bērziņš zugegen war.

Gäste der EU-Kommission wie Phil Hogan, Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, und Vytenis Andriukaitis, Kommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit unterstrichen die Bedeutung der IGW.

Hohe Akzeptanz: Average Spending von 117 Euro

Der Konsum hält ungebremst an und offenbar wird das Angebot der Aussteller auf der Grünen Woche 2015 sehr wohlwollend aufgenommen. Mit 117 Euro gab der Durchschnittsbesucher in diesem Jahr sogar nochmal 3 Euro mehr aus, als im Jahr zuvor. Nur 29 Euro entfielen dabei auf Speisen und Getränke, während etwa 88 Euro für Waren der Aussteller ausgegeben wurden. Dies lies die Umsätze der Aussteller um eine auf 48 Millionen Euro hochschnellen.

Mehr Kaufkraft für Berlin

Die gesamte Region Berlin profitierte von der Internationalen Grünen Woche 2015. Über 150 Millionen Euro flossen in die Kassen der Unternehmer der gesamten Region Berlin. Zusätzlich darf Berlin einen starken Werbeeffekt für sich verbuchen.


Bildnachweis: © Fotolia – Titelbild MNStudio, #1 + #2 Messe Berlin

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Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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