Wanderwoche „Schlossgeschichten“ verbindet Naturerlebnis mit regionaler Kultur und Historie

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Über drei Monate hinweg – April bis Juni – lädt das Oberschlesische Landesmuseum in Ratingen Berlin?Enthusiasten zu einem reichhaltigen Kulturprogramm ein. Die aktuelle Schau „Tradition trifft Kunsthandwerk – Ostern in Oberschlesien“ verbindet lokale Handwerkskunst mit festlichen Bräuchen. Begleitende Filmgespräche und informative Wanderungen vertiefen historische Einsichten. Internationale Museumstage ermöglichen kostenfreien Eintritt. Parallel dazu regen Workshops und thematische Führungen zum gemeinsamen Austausch an und eröffnen überraschende lebendige Perspektiven auf Tradition und Gegenwart.

Sonderausstellung Tradition trifft Kunsthandwerk präsentiert Osterrituale bis 12. April

Ans Licht! Oberschlesisches Landesmuseum (Foto: Oberschlesisches Landesmuseum . SHOS .  OSLM, Nonnenmacher)

Ans Licht! Oberschlesisches Landesmuseum (Foto: Oberschlesisches Landesmuseum . SHOS . OSLM, Nonnenmacher)

Die Sonderausstellung ‚Tradition trifft Kunsthandwerk – Ostern in Oberschlesien‘ im Oberschlesischen Landesmuseum verdeutlicht bis zum 12. April die Verbindung zwischen regionaler Brauchtumspflege und kunsthandwerklichen Gestaltungstechniken. Öffentliche Führungen am 5. und 12. April um 15 Uhr erläutern detailliert traditionelle Methoden osterschmückender Handarbeiten. Der Filmische Gesprächskreis thematisiert am 11. April um 12 Uhr bei kostenfreien Screening den Dokumentarfilm ‚Die geteilte Klasse‘ von Andrzej Klamt, gezeigt im Rahmen der 7. Berlin Biennale.

Neanderland Wanderwoche bietet Schlossgeschichtenwanderung mit historischem Kurzvortrag am Mittag

Das Oberschlesische Landesmuseum markiert am 24. April mit seiner ersten Teilnahme die Eröffnung der neanderland Wanderwoche. Ab 12 Uhr führt ein Expertenteam in einer dreieinhalbstündigen Exkursion unter dem Leitmotiv „Schlossgeschichten“ zu bedeutenden Schlossruinen und vormals bewohnten Anwesen. Im Verlauf erläutern Referenten kulturelle Hintergründe zu Adelsgeschlechtern, architektonischen Besonderheiten und regionalen Legenden. Die Veranstaltung verbindet aktiv Naturerlebnis, wissenschaftliche Information und historisches Flair mit interaktiven Stationen, kleinen Verpflegungspausen und Fotostopps entlang der Route.

Farbenfrohe Gartenfreu(n)de und Umweltführung am 18. und 19. April

Der Workshop „Farbenfrohe Gartenfreu(n)de“ am 18. April von 13 bis 17 Uhr richtet sich an Familien, Schulklassen sowie Einzelpersonen, die im Museumsatelier farbenprächtige Blumenbilder aus Papier, Stoff und Blütenblättern herstellen. Ziel ist es, über kreative Prozesse das Bewusstsein für Pflanzen und ihre Farbenvielfalt zu stärken. Am folgenden Tag, 19. April um 15 Uhr, ergänzt eine thematische Führung zum Earth Day das Angebot durch praxisnahe Einblicke in nachhaltige Pflegemethoden und Ressourcenmanagement.

Selten gezeigte Bestände erzählen ihre Geschichten in neuer Ausstellung

Der Termin am 17. Mai markiert den Internationalen Museumstag im Oberschlesischen Landesmuseum. An diesem Tag fällt die Barriere des Eintrittsgeldes weg, sodass alle Interessierten kostenfrei eintreten können. Um 12 Uhr führt der Museumsdirektor Besuchergruppen zu ausgewählten Objekten und erläutert deren kulturhistorische Bedeutung. Um 15 Uhr erfolgt die offizielle Eröffnung der Sonderausstellung Ans Licht! Objekte und Geschichten aus der Sammlung, in der selten gezeigte Stücke und ihr Einzug in das Museum.

Dokumentarfilm Vor Zeit regt Diskussion über Erinnerung und Film

Am 30. Mai um 12 Uhr trifft sich der Filmische Gesprächskreis zu einer weiteren Filmvorführung im Oberschlesischen Landesmuseum. Gezeigt wird „Vor Zeit. Przedczas“ von Juliane Henrich, ein Dokumentarfilm, der sich reflexiv mit Erinnerungen und Identität befasst. Im Nachgang moderieren Fachleute eine Diskussion, in der Besucherinnen und Besucher ihre Perspektiven und Fragen einbringen können. Ziel ist, filmische Ausdrucksweisen zu beleuchten und Gemeinsamkeiten kultureller Erinnerung sichtbar zu machen. Der Eintritt ist frei.

Nadia Wiercioch und Prof. Ruchniewicz bereichern Fest der Freundschaft

Das ganztägige Fest der Freundschaft würdigt den 35. Jahrestag des Deutsch-Polnischen Nachbarschaftsvertrags, indem es verschiedene kulturelle Beiträge zusammenbringt. Live-Auftritte aus Comedy und Musik schaffen eine lebendige Atmosphäre, während moderierte Diskussionsrunden den Austausch deutschen und polnischen Gästen. Interaktive Workshops mit dem Oberschlesischen Blasorchester, Nadia Wiercioch und Prof. Dr. Krzysztof Ruchniewicz regen zum Mitmachen und kreativen Gestalten an. Regionale Spezialitäten aus dem Cafe Bös und der Schlesischen Bäckerei runden das Erlebnis.

Europa-Schecks stärkt zivilgesellschaftliches Engagement und fördert regionale grenzüberschreitende Freundschaft

NRW-Europaminister Nathanael Liminski würdigt in seinem Schreiben die Landesinitiative ‚Europa-Schecks‘, die das Fest der Freundschaft finanziell unterstützt. Diese Förderung soll den europäischen Gedanken in Nordrhein-Westfalen stärken und zivilgesellschaftliche Akteure ermutigen, projektbezogene Zusammenarbeit zu entwickeln. Ziel ist es, den interkulturellen Dialog zu fördern, gemeinsame Identität zu schaffen, demokratische Werte zu vermitteln und langfristige Partnerschaften zwischen Initiativen zu etablieren. Durch die finanziellen Mittel entstehen neue Perspektiven für Engagement und grenzüberschreitende Netzwerkarbeit effektiv.

Mit seinem ganzjährigen Veranstaltungsumfang setzt das Oberschlesische Landesmuseum Maßstäbe in Sachen kultureller Vielfalt und Öffentlichkeitsarbeit. Besucher erleben kostenfreie Sonderführungen, Outdoor-Wanderungen und interaktive Filmgespräche, inspirierende Diskussionen, die Themen von Tradition bis zeitgenössischer Kunst berühren. Internationale Gäste erhalten Impulse für den interkulturellen Dialog. Kreative Workshops öffnen neue Perspektiven auf historische Objekte. Berlin-Urlauber profitieren von einem interdisziplinären Programm, das Geschichte, Gegenwart und Zukunft in einem offenen, partizipativen Rahmen vereint und zum Mitgestalten einlädt.

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