Meine Bonität: 5 Vorteile guter Bonität und eine Checkliste zum Verbessern der Bonität

Meine Bonität zu bewerten, ist nicht ganz leicht? Mit der Selbstauskunft bei der SCHUFA hingegen schon, hier kann einmal im Jahr kostenfrei eine Anfrage bezüglich der Bonität gestellt werden.

Warum sollte meine Bonität gut sein? 5 Vorteile guter Bonität (Video)

Vor der Kreditvergabe wird eine Bonitätsprüfung ebenso durchgeführt wie von den Vermietern, bei denen Du Dich beworben hast. Nun stellst Du Dir sicherlich die Frage: Ist meine Bonität wirklich gut oder ist die Kreditwürdigkeit bei der SCHUFA eher mittelmäßig?

Wer seine Bonität prüfen lassen möchte, kann eine kostenlose SCHUFA-Auskunft einholen, was einfach über das Absenden des ausgefüllten Online-Formulars möglich ist.

An dieser Stelle sei aber nicht nur auf die Möglichkeit der Bonitätsprüfung hingewiesen, sondern auch auf die wichtigsten fünf Vorteile:

  1. Ist meine Bonität gut, kann ich …

    … viel leichter einen Kredit bekommen. Bei der Bonitätsprüfung wird sich zeigen, dass ich meine Rechnungen stets pünktlich bezahle und Zahlungsverpflichtungen regelmäßig nachkommen. Ich werde als verlässlicher Zahlungspartner gesehen und kann einen Kredit zu günstigen Konditionen bekommen. Schließlich muss sich die Bank nicht gesondert gegen einen Zahlungsausfall absichern.

  2. Ist meine Bonität gut, kann ich …

    … leichter einen Handyvertrag schließen. Auch die Verkäufer von Handyverträgen prüfen die Bonität der Kunden und können nicht kreditwürdigen Antragstellern sogar einen Vertrag verweigern oder es wird lediglich ein Telefonvertrag geschlossen, das neue Smartphone muss gesondert finanziert werden.

  3. Ist meine Bonität gut, kann ich …

    … in Onlinekaufhäusern auf Rechnung bezahlen. Wird die Kreditwürdigkeit überprüft und stellt sich dabei heraus, dass meine Bonität zweifelhaft ist, muss ich in Vorkasse gehen, per Kreditkarte, Paypal oder Sofortüberweisung zahlen. Die Zahlung per Rechnung bleibt zuverlässigen Kunden vorbehalten.

  4. Ist meine Bonität gut, kann ich …

    … Immobilien leichter mieten. Auch Vermieter prüfen die Kreditwürdigkeit der Wohnungsinteressenten und vergeben die Immobilie lieber an Leute, die bei der SCHUFA als kreditwürdig gelten und bei denen nicht zu erwarten ist, dass sie ihren Mietzahlungen nicht nachkommen.

  5. Ist meine Bonität gut, kann ich …

    günstigere Konditionen bei einer Finanzierung erhalten. Nicht nur Immobilien werden per Finanzierung gekauft, auch das neue Auto oder die Möbel für das Haus sind nicht immer direkt zu bezahlen.

    Hier hilft eine Finanzierung, wie sie nicht selten von den Möbelhäusern oder Autoverkäufern selbst angeboten wird. Stellt sich bei der Bonitätsprüfung heraus, dass die Bonität als gut bis sehr gut eingestuft wurde, fühlen sich die Verkäufer abgesichert und gewähren bessere Konditionen.

Video: SCHUFA – Wie kommt es zu einem schlechten Score? | die ratgeber

Checkliste zum Verbessern der Bonität

Kann ich meine Bonität selbst prüfen lassen? Ja, kannst Du! Bei der SCHUFA ist dies leicht möglich. Stellt sich dabei heraus, dass die Bonität nicht so gut ist, wie gedacht, sollte nach Möglichkeiten gesucht werden, Einfluss auf die Bonität zu nehmen.

Das ist zum Beispiel über die Vorschläge aus dieser Checkliste möglich:

  1. Prüfen der Angaben in der Auskunftei

    Nicht immer sind alle Angaben bei SCHUFA und Co. korrekt. Es kann auch sein, dass hier fehlerhafte oder veraltete Daten vorliegen. Es ist daher empfehlenswert, die eigenen Daten wenigstens einmal im Jahr zu prüfen. Auf Antrag werden die fehlerhaften Daten dann gelöscht. Dazu ist die Auskunftei sogar gesetzlich verpflichtet!

  2. Pünktlich bezahlen

    Wer immer pünktlich zahlt, muss sich keine Sorgen um seine Bonität machen. Dabei ist es ratsam, nicht immer am letzten Tag der Zahlungsfrist zu zahlen, denn wenn es bei der Überweisung zu Verzögerungen kommt, trifft die Zahlung nicht mehr pünktlich beim Verkäufer ein. Tritt so etwas häufiger auf, wird es entsprechend in der SCHUFA vermehrt. Auch Mahnungen und Inkasso-Verfahren werden dort eingetragen, sodass die Bonität verschlechtert wird.

  3. Konten und Kreditkarten reduzieren

    Wer viele Konten und Kreditkarten hat, wird seitens der SCHUFA als weniger kreditwürdig eingestuft. Es ist empfehlenswert, zu prüfen, ob diese verschiedenen Konten und Kreditkarten wirklich nötig sind. Positiv ist zudem, wenn ein Konto lange Zeit bei einer Bank geführt wird, das zeugt angeblich von Verlässlichkeit und Beständigkeit.

    Wer viele Konten und Kreditkarten hat, wird seitens der SCHUFA als weniger kreditwürdig eingestuft. (Foto: Shutterstock-pathdoc )

    Wer viele Konten und Kreditkarten hat, wird seitens der SCHUFA als weniger kreditwürdig eingestuft. (Foto: Shutterstock-pathdoc )

  4. Dispo nicht beanspruchen

    Es ist zwar gut, einen Dispo seitens der Bank eingeräumt zu bekommen, in Anspruch genommen werden sollte dieser aber nicht. Auch das würde das Scoring negativ beeinflussen. Generell stellt der Dispo einen Vertrauensbeweis durch die Bank dar, dieser sollte daher nicht überstrapaziert werden.

  5. Lieber Konditionsanfragen stellen

    Wer sich für einen Kredit interessiert, sollte über die Bank keine Kreditanfrage stellen. Besser ist es, eine Konditionsanfrage stellen zu lassen, denn diese werden bei der Auskunftei nicht aufgenommen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass zu viele Kreditanfrage eingetragen werden und der Anschein erweckt wird, dass die betreffende Person wohl keinen Kredit bewilligt bekommt.

  6. Nicht zu oft umziehen

    Wer bei der SCHUFA gut dastehen will, sollte nicht zu oft umziehen, denn die Kreditwürdigkeit wird als schlechter eingestuft, wenn jemand häufig den Wohnort wechselt. Auch die soziale Situation an dem jeweiligen Wohnort ist maßgeblich. Wer in einem sozialen Brennpunkt mit hoher Arbeitslosigkeit wohnt, wird als weniger kreditwürdig eingestuft. Dieses Kriterium wenden aber nicht alle Banken an, zumal dabei auch noch berücksichtigt wird, wie lange der oder die Betreffende schon in dieser Umgebung wohnt.

  7. Vor Identitätsdiebstahl schützen

    Sollte es zu einem Identitätsdiebstahl gekommen sein, ist umgehend die Polizei zu benachrichtigen und Anzeige zu erstatten. Außerdem muss der SCHUFA der Fall gemeldet werden, damit der eigene Score nicht negativ beeinflusst wird, weil jemand die Daten missbraucht.

  8. Unnötige Verträge kündigen

    Wer die Kreditwürdigkeit verbessern möchte, sollte unnötige oder veraltete Verträge unbedingt kündigen. Sie kosten zum einen nur Geld, zum anderen legen sie nahe, dass sich die betreffende Person nicht auf wirklich benötigte Geschäftsbeziehungen konzentrieren kann.

  9. Mit Gläubigern sprechen

    Es ist auch möglich, einen negativen Eintrag in der Auskunftei zu verhindern, wenn mit den Gläubigern gesprochen wird. Diese haben oftmals mehr Nachsicht als angenommen und stellen ihre Forderungen erst einmal zurück. Werden sie dann beglichen, kommt es gar nicht erst zu Mahnungen oder gar Pfändungen mit all ihren negativen Auswirkungen auf die Bonität.

Eine schlechte Bonität kann in fehlerhaft geführten Daten in einer Auskunftei wie der SCHUFA begründet sein.( Foto: Shutterstock-Mila Supinskaya Glashchenko)

Eine schlechte Bonität kann in fehlerhaft geführten Daten in einer Auskunftei wie der SCHUFA begründet sein.( Foto: Shutterstock-Mila Supinskaya Glashchenko)

FAQs zur Bonität

Was ist eine sehr gute Bonität?

Die SCHUFA vergibt einen Score, der Auskunft darüber gibt, ob es sich um eine gute Bonität handelt. Diese wird ab einem Prozentsatz von 95 angenommen. Eine sehr gute Bonität beginnt bei 97 Prozent.

Wie kann ich wissen, ob ich kreditwürdig bin?

Die Auskunft darüber, ob eine Person kreditwürdig ist oder nicht, bekommt diese bei Beantragung einer SCHUFA-Einsicht. Diese ist einmal im Jahr möglich und kann kostenlos genommen werden. Dabei lassen sich auch fehlerhafte Daten aufspüren und auf Wunsch berichtigen.

Wie bekomme ich wieder eine gute Bonität?

Eine gute Bonität kann wieder erreicht werden, indem Rechnungen pünktlich gezahlt werden und es keine Mahnungen gibt. Konten und Kreditkarten sollten auf das unbedingt nötige Maß zurückgenommen werden, unwichtige Ausgaben, die per Kredit finanziert werden müssten, sollten nicht getätigt und auf später verschoben werden. Eine gute Bonität besteht in der Erfüllung aller Zahlungsverpflichtungen und das pünktlich und ohne zusätzliche Aufforderung.

Wieso habe ich eine schlechte Bonität?

Eine schlechte Bonität kann in fehlerhaft geführten Daten in einer Auskunftei wie der SCHUFA begründet sein. Möglich ist auch, dass alte Daten nicht entfernt wurden. Wer häufiger Mahnungen erhält, Kreditraten nicht pünktlich zahlt oder mehrere Girokonten führt, muss damit rechnen, dass er oder sie mit einer schlechten Bonität eingestuft wird.

Wie kann man die Bonität verbessern?

Wichtig ist, allen Zahlungsverpflichtungen pünktlich nachzukommen und keine Mahnungen oder Inkassoverfahren zu riskieren. Der Dispo des Girokontos sollte nicht in Anspruch genommen werden, wohl aber vorhanden sein. Außerdem sollte nicht zu viele Kreditkarten auf den eigenen Namen lauten. Kredite können umgeschuldet werden, damit sie in ihrer Zahl reduziert und zu besseren Konditionen weitergeführt werden können.

Über Sabrina Müller

Sabrina Müller

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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